Infomaterial

Herzlich willkommen auf der Informationsseite zu der diesjährigen Kinderaktion!

In diesem Jahr bitten wir euch, euren "Lieblingszugvogel" zu zeichnen. Aber wie könnt ihr denn herausfinden, ob euer "Lieblingsvogel" denn auch zu den Zugvögeln gehört? Oder habt ihr noch keinen "Lieblingszugvogel" und möchtet euch zuerst einen Überblick verschaffen? Eine Hilfe möchten wir euch auf dieser Seite geben.

  • Welche Vögel sind Zugvögel?

Viele Vögel fliegen von einem Ort zu einem anderen. Zum Beispiel, wenn sie vom Wattenmeer in ihre Brutgebiete in der Arktis (Kanada, Grönland, Skandinavien, Sibirien) reisen. Oder, wenn sie auf dem Weg in wärmere und nahrungsreichere Gebiete (Mitteleuropa, Afrika) sind, um dort den Winter zu verbringen. Alle Vögel, die im Jahr ihren Aufenthaltsort für eine bestimmte Zeit wechseln (und dabei nicht nur in den nächsten Garten, Wald oder Bauernhof umziehen) kann man als Zugvögel bezeichnen.

Dabei gibt es sogenannte "Kurzstreckenzieher", die nur bis zu 2000 Kilometer zurücklegen, um zwischen Brut- und Überwinterungsgebieten zu wechseln. Sie bleiben also bevorzugt in einer Klimazone, beispielsweise in unserer "gemäßigten Klimazone", die sich unter anderem durch die vier Jahreszeiten Frühling, Sommer, Herbst und Winter auszeichnet. Hierzu zählen zum Beispiel viele Singvogelarten wie das Rotkehlchen, die Singdrossel, die Amsel oder die Feldlerche. Etwas verwirrend kann es mit den "Teilziehern" sein: Zu dieser Gruppe zählen viele unserer heimischen Vögel, bei denen nur ein Teil (z. B. das Weibchen des Buchfinken) zieht und der andere Teil (z. B. das Männchen des Buchfinken) vor Ort bleibt.

"Mittelstreckenzieher" ziehen schon etwas weiter als Kurzstreckenzieher, nämlich rund 2000 bis 4000 Kilometer. Diese Vogelarten können von Europa bis nach Zentralafrika fliegen. Dabei machen sie unterwegs häufiger Rast, bevor sie weiterfliegen. Zu dieser Gruppe zählen zum Beispiel der Zilpzalp oder auch einige Drosselarten.

Die Rekorde für besonders lange Flugstrecken sind bei den "Langstreckenziehern" zu finden. Hierzu zählen viele unserer Watvogelarten wie Knutt, Pfuhlschnepfe oder die Küstenseeschwalbe, die südlicher als die Sahara fliegen. Dabei legen sie mehr als 4000 Kilometer, manche sogar mehr als 10.000 Kilometer zurück. Diese Strecken werden zum Teil ohne Pause geflogen! Deshalb ist es auch so wichtig, dass sie an ihren Zielorten dann genügend Nahrung und Ruhe finden, um sich von der anstrengenden Reise zu erholen.

Tipp: Um herauszufinden, wohin welche Vogelarten ziehen, könnt ihr diese Website aufrufen. Wenn ihr wissen wollt, welche Vögel schon im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer gesehen wurden, ist diese Website hilfreich.

Foto: Das Rotkehlchen ist auch ein Zugvogel. Stefan Pfützke (www.green-lens.de).

Foto: Die Pfuhlschnepfe ist der Rekordhalter unter den Zugvögeln. Ein Tier ist ohne Pause mehr als 12.000 Kilometer geflogen. Ein klassischer Langstreckenzieher! Thorsten Krüger.

Foto: Auch die Heringsmöwe ist ein Zugvogel, manche ziehen sogar bis nach Westafrika. Thorsten Krüger.