Ergebnisse

16.10.2016 - Die Sieger stehen fest!

So spannend war es selten! Der Aviathlon 2016 brachte gleich 3 Sieger hervor: unter den Inseln machte Wangerooge mit 138 Arten das Rennen. Auf dem Festland teilen sich das Wangerland und Cuxhaven mit jeweils 141 Arten die Spitzenposition. 
 
Wie schon in den letzten drei Jahren wurde die 200er-Marke auf der Gesamtartenliste geknackt. Mit 202 Arten blieben wir ganz knapp hinter den Ergebnissen von 2015 mit 203 Arten und 2014 mit 207 Arten - und das trotz der nicht immer optimalen Wetter- und Tidebedingungen. Wegen des steifen Ostwindes, der uns die ganzen Tage begleitete, wurden nicht ganz so viele Hochseevögel beobachtet. Dafür wurden den Beobachtern Arten wie die Steppenweihe, der Dunkellaubsänger und die Zwergammer vors Spektiv gepustet. 
 
Besonders freuen wir uns über die zahlreichen Beobachter, die am Aviathlon teilgenommen haben und ihre Beobachtungen über die Internetplattform ornitho eingetragen haben. Allen Meldern und allen Nationalpark-Häusern danken wir ganz herzlich für ihre Mühen und freuen uns schon jetzt auf den Aviathlon 2017!
 

Artenliste 16.10.2016 als PDF

 

14.10.2016. – Jetzt wird es richtig spannend!

Samstagabend schließt die Wertung des Aviathlons seine Tore. Somit besteht am 15.10. die letzte Chance, die Artenzahl aufzuwerten. Auf dem großen Zugvogelfest am Sonntag in Horumersiel wird der Sieger gekürt. 
 
Borkum, Norderney und Wangerooge können auf den Inseltitel hoffen, und auf dem Festland liegen Fedderwardersiel, Wangerland und Cuxhaven vorne. Wie schon gestern prophezeit haben alle Inseln die 100er-Marke geknackte. Die genannten Festlandregionen sind ohnehin weit darüber.
 
An einem einzelnen Tag kann viel geschehen. Ist der Schwarzhalstaucher auf dem Langeooger Schloppsee wirklich der einzige seiner Art im Nationalpark? Kann man Zwergschwäne derzeit nur im Wangerland beobachten? Gibt es die letzten Weißstörche nur in Cuxhaven zu bewundern? Sind alle Rotmilane schon durchgezogen?
 
Die Antwort auf diese Fragen kann das Birdrace entscheiden! 
 
Am Samstag werden keine Ergebnisse veröffentlicht, wir wollen sie Spannung steigern, bis am Sonntag die Sieger gekürt werden! Wir freuen uns auf ein Treffen mit den Teilnehmern in Horumersiel beim Zugvogelfest und drücken allen Regionen die Daumen!
 

Artenliste 13.10.2016 als PDF

 

13.10.2016 - Das Wochenende steht vor der Tür...

...und zahlreiche Beobachter, die in der Woche arbeiten mussten, werden an den kommenden Tagen die Artenliste ihrer Region bereichern. Zweifellos werden am Freitag alle Inseln die magische 100 knacken (kaum vorstellbar, dass Baltrum und Spiekeroog die eine fehlende Art nicht finden sollten...). Auf dem Festland können sich Norddeich, Dornumersiel, Bensersiel, Carolinensiel, Wilhelmshaven und Dangast ein Beispiel an ihren Nachbarn nehmen und ihre Listen tüchtig ergänzen.

Viele Limikolen haben sich schon in ihre Winterquartiere verabschiedet, aber Gänse und Enten sind derzeit gut vertreten und eine leichte Beute für alle, die die Lücken ihrer Listen schließen wollen. Dabei loht sich auch ein Blick in den Himmel, denn es sind auch viele Greifvögel unterwegs. Erfreulich viele Regionen konnten sich über Seeadler freuen, und auch die winterlichen Gäste Raufußbussard und Merlin erreichen langsam Norddeutschland. Während unsere niederländischen Nachbarn noch immer täglich von Rotfußfalken besucht werden, haben die niedersächsischen Aviathleten noch keinen dieser hübschen Tiere entdecken können. Vielleicht lohnt sich ein kritischer Blick auf den vermeintlichen Turmfalken?

    

Artenliste 13.10.2016 als PDF

 

12.10.2016 - Ein kurzes Zwischenfazit

Eines steht jetzt schon fest: Die Zusammenarbeit vom Aviathlon mit ornitho.de ist ein voller Erfolg! Die allermeisten Beobachtungen, die in die Wertung einfließen, werden inzwischen über ornitho.de gemeldet. Viele Birder nutzen im Gelände die App „Naturalist“, mit der sich punktgenaue Beobachtungen eintragen und bei Bedarf sofort ins Netz hochladen lassen. So ist diese Ergebnisseite des Aviathlons so aktuell wie nie zuvor. Kein Wunder, dass so mancher Beobachter die obige Ergebnisgraphik mehr als einmal pro Tag aufruft, um den Stand seiner Region im Ranking zu überprüfen. Für viele ist das eine zusätzliche Motivation, möglichst viele Arten zu sehen und zu melden. Das sehen wir klar an den noch immer deutlich ansteigenden Artenzahlen selbst bei den schon ohnehin starken Inseln und Festlandregionen. So konnte Cuxhaven seine lange Liste von 120 Arten seit gestern um 9 Arten verlängern, und auch Wangerooge legt 9 Arten auf nunmehr 127 Arten zu!
 
Natürlich ist das Rennen noch lange nicht gelaufen. Langeoog und Spiekeroog sind erwacht und wollen noch in die Entscheidung eingreifen. Der momentan durchaus recht deutliche Rückstand auf die führenden Inseln kann schon morgen schrumpfen. Oder wird am Donnerstag gar eine Region die Spitzenreiterposition einnehmen, mit der bis jetzt noch niemand rechnet?
 
 
 

11.10.2016 - Ein Blick aufs Meer

Seawatching, also das Beobachten des Vogelzugs auf dem Meer von einem erhöhten Standpunkt auf dem Lande aus, ist jedes Jahr eine der besonderen Herausforderungen des Aviathlons. Zurzeit wird man auf seiner Aussichtsdüne vom strammen Ostwind ziemlich durchgepustet, das Spektiv wackelt, und die Beobachtung der vor der Küste oft in beträchtlicher Entfernung entlangziehenden Arten fällt schwer.
 
Der schon erwähnte Ostwind macht dem ambitionierten Beobachter das Leben nicht eben leichter. Meistens ist es der Westwind, der die Hochseearten in die Deutsche Bucht schiebt. Trotzdem sind auch in diesem Jahr schon einige Pelagen – das sind die Hochseearten – gesehen worden. Dunkle Sturmtaucher haben einen langen Weg von den südamerikanischen Falkland-Inseln zu uns zurückgelegt. Nicht ganz so weit musste die bislang einzige beobachtete Raubmöwe, eine Skua, fliegen. Diese spektakuläre große Raubmöwe brütet in Norwegen, Schottland oder Island. Und während Sterntaucher und Trauerenten vor den Nordstränden der Inseln in schöner Regelmäßigkeit auftauchen, lassen sich die z. B. auf Helgoland brütenden Basstölpel und Dreizehenmöwen bislang nur selten blicken. Trotzdem lohnt sich ein längerer Blick aufs Meer, denn der Wind mag so manche Überraschung vor unsere Küsten wehen.
 
Der Spielstand bleibt spannend. Cuxhaven und das Wangerland liefern sich bei den Festlandorten ein Kopf-an-Kopf-Rennen, während bei den Inseln Wangerooge von Norderney und Borkum bedrängt wird. Aber warum hinkt Spiekeroog noch hinterher? Heben die sich ihre Trümpfe bis zum Schluss auf?


Artenliste 11.10.2016 als PDF

 

10.10.2016 - Noch mehr Gäste aus dem Osten

Das Wetter war durchwachsen, trotzdem sind viele spannende Beobachtungen dazu gekommen. Bemerkenswert sind vor alledem die Laubsänger. Mit einigen späten Fitisen war durchaus zu rechnen, aber wer hätte gedacht, dass sich auf Wangerooge gleich zwei seltene Laubsängerarten beobachten lassen? Der Iberienzilpzalp ist, wie der Name schon sagt, wohl aus Spanien oder Portugal zu uns geflogen. Einen noch weiteren Weg hat aber der ostpaläarktisch verbreitete Dunkellaubsänger zurückgelegt, der eigentlich in Südostasien überwintert. Zusammen mit dem schon gestern gemeldeten Waldpieper konnten wir in diesem Jahr somit schon drei Arten der "ewigen Zugvogeltageartenliste" hinzufügen. Es lohnt sich also, in den nächsten Tagen auf Singvögel zu achten, zumal der Ostwind vielleicht noch weitere Sibirjaken zu uns tragen wird.

In das Bild der zahlreichen östlich verbreiteten Besonderheiten passt auch die Steppenweihe, die in mehreren Regionen nachgewiesen werden konnte und heute schon den zweiten Tag über Langeoog gaukelt.

Der Aviathlon wird auf dem Festland noch immer von Cuxhaven angeführt, dicht gefolgt von Fedderwardersiel. Bei den Insel liegt Wangerooge vorne. Bei den dort beobachteten spannenden Arten werden sich die anderen Inseln anstrengen müssen...


Artenliste 10.10.2016 als PDF

 

09.10.2016 - Der zweite Tag mit einer sibirischen Überraschung

Heute ist Norderney so richtig eingestiegen: Mit 77 beobachteten Arten starten die Norderneyer gleich auf den 2. Platz unter den Inseln durch! Der 1. Platz wird aber weiterhin von Wangerooge behauptet, die ihre Liste auf 105 Arten ausbauen. Im Gesamtklassement liegt Cuxhaven mit 102 Arten fast gleich auf, die spielen allerdings in der „Festlands-Liga“, wo sie im Moment eindeutig den 1.  Platz einnehmen. Also am zweiten Tag zwei klare Spitzenreiter – aber wir wissen ja inzwischen, dass sich das Bild am nächsten Tag völlig ändern kann, manche Vogelbeobachter müssen sich erst noch warmlaufen. Außerdem kann das Wetter den Favoriten einen Strich durch die Rechnung machen und anderen Regionen in die Hände spielen.
 
Bemerkenswert ist, dass die kleinste Insel Baltrum mit 63 Arten am zweiten Tag gar nicht so weit von Borkum, der größten Insel, steht - dort wurden 68 Arten beobachtet, also nur fünf mehr.
 
Trotz deutlich ungemütlicherer Beobachtungsbedingungen als gestern – viele Beobachter wurden von Nieselregen begleitet - wurde die Gesamtliste wieder um besondere Arten erweitert: Wangerooge steuert wie zu erwarten den Dunklen Sturmtaucher bei, Borkum meldet einen späten Baumfalken, und Cuxhaven ist gar mit einem Waldpieper dabei! Dieser sehr seltene Gast aus Sibirien ist für die Zugvogeltage eine echte Bereicherung.
 
 

08.10.2016 - Los geht's!

Der Aviathlon ist eröffnet! Schon am ersten Tag wurden sagenhafte 141 Arten gemeldet. Aktuell liegt bei den Inseln Wangerooge mit 88 Arten in Führung. Keine Überraschung, die Wangerooger gehören sicher auch in diesem Jahr zum engeren Favoritenkreis. Bei den Festlandregionen liegt die Wurster Küste mit 73 Arten vorne.

Die ersten Highlights hat es mit Raufußbussarden in Dangast, Wurster Küste und Cuxhaven und vor allem mit einer Steppenweihe auf Langeoog auch schon gegeben.

Wir sind gespannt, wie es weiter geht!

Ergebnisse des Aviathlons 08.10.2016