Industrialisierung der Nordsee - Wieviel Lebensraum bleibt den Seevögeln?

9. September 2016
Prof. Dr. Stefan Garthe

Die offene Nordsee steht für Weite und Unberührtheit. Doch in den vergangenen Jahren verstärkten sich die wirtschaftlichen Aktivitäten im Meer: Neben der bereits intensiv ausgeübten Fischerei nahm die globalisierte Schifffahrt erheblich zu, am auffälligsten ist die steigende Zahl der Offshore-Windparke. Über die Auswirkungen der Wirtschaftsaktivitäten auf Natur- und Vogelschutz gab es weitgehend nur Vermutungen. Führen die Windparke dazu, dass der Vogelzug über See versiegt? Werden Meeresvögel durch die Schifffahrt vertrieben? Wie müssen Schutzgebiete in der südlichen Nordsee konzipiert werden, um wirksamen Naturschutz umsetzen zu können?

Prof. Dr. Stefan Garthe, Meeresökologe am Forschungs- und Technologiezentrum (FTZ) Westküste der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und Präsident der Deutschen Ornithologen-Gesellschaft, untersucht seit vielen Jahren diese Zusammenhänge. In seinem Vortrag am 15.09.2016 um 19:30 Uhr im Landesmuseum für Natur und Mensch in Oldenburg berichtet er von der Erforschung der Vogelwelt auf hoher See und stellt aktuelle Ergebnisse der Begleit- und Naturschutzforschung in der Nordsee vor.           

Die Veranstaltung bildet den Auftakt zu den 8. Zugvogeltagen im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, die vom 8. - 16. Oktober stattfinden. Im Anschluss gibt es bei leckeren Kostenproben aus der Wesermarsch die Gelegenheit, sich mit dem Referenten auszutauschen und sich über die Zugvogeltage zu informieren.

Industrialisierung der Nordsee - Wieviel Lebensraum bleibt den Seevögeln?
Vortrag von Prof. Dr. Stefan Garthe

15.09.2016 - 19:30 Uhr, Eintritt: 5 €

Landesmuseum Natur und Mensch
Damm 38 - 44, 26135 Oldenburg
Tel. 0441 9244-300

www.naturundmensch.de

Veranstalter: Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer und Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg